|

Eduard Alboni
|
Zwischen dem Geburtsort und dem jetzigen Wohnort von Eduard
Alboni liegen mehr als 5.000 Kilometer Luftlinie. Das Licht
der Welt erblickte der für das Maxi Swim-Team Hamm
schwimmende Eduard Alboni nämlich am 04. Juni 1989
in Alma Ata, der Hauptstadt Kasachstans, die nahe der chinesischen
Grenze liegt. Bereits im zarten Alter von sieben Monaten
kam er mit seinen Eltern nach Deutschland. Die Liebe zum
Schwimmsport entdeckte Eduard Alboni früh.
|
Bereits im Alter von sechs Jahren durchpflügt er die Wellen,
die für ihn die Welt bedeuten. Hierbei spielt gewiss eine
Rolle, dass er sportlich vorbelastet ist, denn seine Mutter war
in Kasachstan als UDSSR-Meisterin im Rückenschwimmen keine
Unbekannte. Zunächst fuhr Eduard sportlich noch zweigleisig.
Neben Schwimmern betrieb er auf Betreiben seines Vaters, der Kick-Boxer
war, auch Teak Wan Do.
Nach zwei Jahren hatte sich das aber erledigt, der Aufwand mit
Schule und Training in zwei Sportarten war Eduard einfach zu viel
und er wandte sich dann endgültig dem Schwimmen zu. Der erste
Verein von Eduard war der SV Neptun Recklinghausen. Zwei Jahre
später wechselte er nach Blau-Weiß Recklinghausen.
1999 zog die Familie von Recklinghausen nach Hamm und Eduard schloss
sich Rote Erde Hamm an, das inzwischen Maxi-Swim-Team Hamm heißt.
Hier schwimmt auch Eduards zwei Jahre jüngere Schwester
Angelika. Spezialisiert hat sich Eduard Alboni auf das Brustschwimmen,
wobei er von 50 bis 200 Metern sämtliche Strecken gerne schwimmt.
"Manchmal läuft es über 50m besser, dann wieder
über 100 oder 200m. Woran das liegt, habe ich bis jetzt noch
nicht herausgefunden", sagt Eduard Alboni. "Im letzten
Jahr war ich auch krank, da liefen nur die 50 und die 100m gut",
fügt er hinzu. Seine Vorliebe für die Brustdisziplinen
ist auch ein Grund dafür, dass er als sein sportliches Vorbild
Mark Warnecke angibt.
Seine ersten Erfolge auf NRW-Ebene datieren aus dem Jahr 2001.
Hier wurde er im Jahrgang über 200m Brust Zweiter und über
100m Brust Dritter. Auf DSV-Ebene ging sein Stern 2005 auf. Bei
den Deutschen Jahrgangsmeisterschaften in Berlin gewann Eduard
über 50m und 200m Brust jeweils die Bronzemedaille. Ein Jahr
später kletterte er an gleicher Stelle und über die
gleichen Strecken einen Rang höher und stand bei den DM als
Silbermedaillengewinner auf dem Siegerpodest. Seine derzeitigen
persönlichen Bestzeiten liegen über 50m Brust bei 29,67
Sekunden, über 100m Brust bei 1:05,24 Minuten und über
die 200m Brust bei 2:21,36 Minuten.
Im Förderkader des SV NRW ist Eduard mit einer Unterbrechung
2005 seit dem Jahr 2004. Auch für den DSV war Eduard Alboni
bereits im Einsatz. Im Anschluss an die Deutschen Wintermeisterschaften
im November 2006 reiste mit dem Nachwuchskader des DSV in die
serbische Hauptstadt Belgrad zum "Sparrow-Cup". Hier
wusste Eduard durchaus zu überzeugen. Er gewann gegen starke
Konkurrenz jeweils die Jahrgangswertung über 100 und 200m
Brust. Außerdem glänzte er über 200m Lagen, wo
er im Jahrgang 1989 Rang zwei belegte. Die Reise nach Belgrad
bezeichnet Eduard Alboni als sein bisher schönstes im Schwimmsport.
Für dieses Jahr hat sich Eduard vorgenommen, sich für
die Jugend-Europameisterschaften in Antwerpen zu qualifizieren.
Seinen Schwerpunkt legt er hierbei auf die 50 und 100m Brust.
Feste längerfristige Ziele hat er derzeit noch nicht. "Es
wäre natürlich schön wenn man, angefangen von Europa-
über Weltmeisterschaften bis hin zu Olympischen Spielen überall
einmal dabei sein könnte. Ernste Gedanken habe ich mir darüber
aber noch nicht gemacht", legt sich Eduard auf bestimmte
Ziele noch nicht fest.
Das er aber schon daraufhin arbeitet kann man an seinem Trainingsaufwand
ablesen. Achtmal Training die Woche, davon dreimal Frühtraining
ist derzeit angesagt. Das bedeutetet einen Aufwand zwischen zwei
und bei zusätzlichem Frühtraining von drei Stunden täglich.
"Manchmal überziehen wir aber auch ein bisschen",
schmunzelt Eduard.
Zeit für Hobbys hat er bei diesem Pensum kaum. Er sitzt
gerne am PC und kommuniziert hierbei mit Freunden. Seine schulische
Ausbildung absolviert Eduard Alboni am Friedrich-List-Berufskolleg
in Hamm. Im Sommer dieses Jahres macht er dort seinen Realschulabschluss.
Danach möchte er zur Bundeswehr, wobei er die Aufnahme in
die Sportförderkompanie anstrebt. Nach seiner Bundeswehrzeit
will Eduard dann sein Fachabitur machen. "Für mich
ist wichtig im Leben, dass ich meine Ziele erreiche. Das gilt
sowohl für den Beruf, wie auch für die sportliche Entwicklung,
wo ich mich ständig verbessern will", gab uns Eduard
Alboni noch mit auf dem Weg.
Im Gespräch für dieses Portrait machte Eduard einen
ehrgeizigen Eindruck. Wenn er sich diesen Ehrgeiz bewahrt, wird
das Maxi Swim-Team Hamm und auch der SV NRW noch viel Freude an
Eduard Alboni haben.
Peter Kuhne